Bin ich ein Green-Blogger???

Bin ich ein green Blogger?

Nach meiner langen Blog-Abstinenz möchte ich mich einer Frage stellen, die mich seit einiger Zeit beschäftigt: Bin ich ein Green-Blogger?

Wenn du die letzten Monate mein Instagram-Profil verfolgt hast, hast du vielleicht gesehen, dass ich nun

  1. Nicht nur einen Blog habe sondern mich auch Blogger nenne (kommt mir immer noch seltsam vor)
  2. Meinen Blog als (grünen) Blog oder mich auch als (Green) Blogger bezeichne (immer schön in Klammern gesetzt).

Das scheint für Verwirrung zu sorgen und ganz sicher bin ich mir wohl selbst nicht?!? Ich dachte das Thema ist ein guter Start nach meiner Blogpause um mir mal ein bisschen was von der Seele zu schreiben! Aber erst mal auch an dich: Willkommen (zurück)!


In eine Schublade gesteckt

Wenn du selbst bloggst, hast du deinen Blog vielleicht in eine Kategorie eingeteilt.

Beauty, Lifestyle, Food, DIY, XYZ... Eine Zuordnung ist kein MUSS, aber es macht es doch einfacher. Es erleichtert den Austausch zur „richtigen“ Community, es erleichtert den Lesern Blogs zu finden, die sie interessieren und es erleichtert dem Blogger sein Thema an den Richtigen zu adressieren. Und im Allgemeinen kann man mit dem Satz "Ich habe ein Beauty-Blog" mehr anfangen als mit "Ich blogge über dies und das".

 

Wer meinen Blog kennt, weiß dass ich nicht nur eine Kategorie bediene (ganz grob fahrlässiger Fehler um in einer Menge an Blogs gesehen zu werden) und dementsprechend schwierig gestaltet es sich auch feste Leser zu finden und vor allem sich Auszutauschen. Eine entsprechende Zugehörigkeit wäre mir also doch ganz lieb!

 

Nun könnte ich meine Insta-Bio auch ausweiten: Ich bin Beauty-Blogger, Lifestyle-Blogger, Food-Blogger, Skincare-Blogger und noch vieles mehr. Klingt übertrieben? Ja finde ich auch. Daher habe ich mich auf einen Punkt reduziert, der sich doch als schwachen roten Faden durch meinen Blog zieht…Green oder auch grüner Blogger!!

 

Wie grün ist ein Green-Blogger?

Nur was soll das denn jetzt sein, dieser Grüne Blogger??? Da hat wahrscheinlich jeder ein andere Vorstellung. ACHTUNG ich bediene mich an ein paar netten Klischees. Ein Green-Blogger...

  • darf keinen Müll produzieren
  • darf nur Bio-Lebensmittel kaufen
  • lebt vegan
  • trägt Birkenstock
  • duscht selten um Wasser zu sparen
  • hat kein Auto
  • verreist mit Bus, Bahn und Fahrrad
  • trägt second Hand Klamotte
  • hat eine Mini-Wohnung mit minimalistischer Einrichtung
  • …Ach ich könnte ewig so weiter machen.

Da ich aber nicht jedes Klischee erfüllen kann, steht für mich das GREEN nach wie vor in ().

Ich bemühe mich meine Lebensmittel regional und bio zu kaufen, ich bemühe mich keine unnötigen Dinge zu kaufen, ich bemühe mich nicht unnötig Müll zu produzieren, ich bemühe mich auf umweltfreundliche Kosmetik und Reinigungsmittel zu achten, ich bemühe mich… ABER ich bin nicht perfekt und werde es in diesem Leben auch nicht mehr werden. Für mich müssen Dinge einfach bleiben, bezahlbar und vor allem funktionieren.

 

DIE GOLDENE MITTE ist genau mein Ding!

 

Für viele ist das langweilig. Extreme machen meistens viel mehr her. Die Schlagzeile „Ich esse nie wieder Zucker“ schockt doch mehr als „Ich versuche meinen Zuckerkonsum einzuschränken“.

Oder auch: „Ab jetzt esse ich clean, nie wieder Zusatzstoffe“ dagegen sehr unkonkret „Ich bemühe mich frisch zu kochen und keine Fertigprodukte zu verwenden“

Auch nett: „Für mich muss nie wieder ein Tier sterben“ anstatt eine offene Tür: „Wenn möglich greife ich auf pflanzliche Lebensmittel zurück oder zumindest auf Fleisch aus artgerechter Tierhaltung“.

 

 

WAS IST DENN NUN MIT DEM LANGWEILIGEN DURCHSCHNITTSBÜRGER?!

Ich möchte in erster Linie also aufmerksam machen und im besten Fall eine klitzekleine Kleinigkeit bei dir verändern. Jeder kann etwas tun ohne gleich sein komplettes Leben umkrempeln zu müssen, ohne erhobenen Zeigefinger. Ich möchte nicht, dass du dich schlecht fühlen musst, weil dein Plastikmüll am Ende des Jahres nicht in ein einziges Einmachglas passt!

Fühle dich nicht erschlagen von den ganzen perfekten Menschen, aber rede dir auch nicht ein, dass du machtlos bist und kleine Schritte nichts wert sind. Geh mit mir den Mittelweg!

 

Und du ganz toller Mensch, der du vegan lebst, dein Gemüse selbst anbaust und erntest, fairtrade Kleidung trägst, kein Plastikmüll produzierst, deine Lebensmittel unverpackt einkaufst und deine Kosmetik nur ein Hauch von Natur ist...DAS IST SUPER! Aber sei ein bisschen Nachsichtig mit mir und wunder dich nicht über den ein oder anderen so gar nicht grünen Artikel! Tipps sind natürlich immer gerne willkommen.


Sag mir wie "grün" du bist, was einen grünen Blogger für dich ausmacht und was du dir auf meinem Blog wünschst! Schon mal DANKE fürs Kommentieren :-)

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Kommentare: 8
  • #1

    Tabea (Montag, 02 Oktober 2017)

    Ein toller Post!

    Ich selbst blogge ja auch querbeet und merke, dass sich dafür eigentlich nur schwer eine Leserschaft finden lässt. Daher kann ich gut verstehen, dass du für sich eine Kategorie finden wolltest.

    Und deine realistische Art an die Nachhaltigkeit ran zu gehen ist mir ehrlich gesagt wesentlich lieber als ein perfekter GreenBlogger. Ich bin da nämlich wie du - ich gebe mir Mühe, aber ich kann und will nicht alles perfekt machen, weil ich darunter leiden würde.

    Also: Mach weiter so.

    Liebe Grüße

  • #2

    das-beschaeftigt (Montag, 02 Oktober 2017 18:01)

    Hey Tabea!

    Schön, dass du wieder mit dabei bist und danke für deinen Kommentar!
    Finde es toll, dass du das Thema auch so angehst.

    Liebe Grüße
    Jenny

  • #3

    Ilka (Freitag, 06 Oktober 2017 09:39)

    Huhuu,
    ich bin während deiner Blogpause auf deinen Blog gestoßen und freue mich dass du nun zurück bist. :)

    Ich finde es gut, dass du dich nicht nur mit einem einzelnen Thema befasst. Gerade was den grünen Lebensstil angeht, betrifft das ja alle Bereiche des alltäglichen Lebens.
    Auch dass du nicht so schwarz/weiß denkst und "predigst". Wie du schon sagst, jeder kann etwas ändern. Und seien es nur Kleinigkeiten. Ich sehe das ganze eh als Prozess an. Man kann immer wieder in verschiedenen Bereichen seines Lebens etwas verbessern. Und jeder muss da für sich den richtigen Weg finden.

    Ich bin gespannt auf deine neuen Beiträge. :)

    LG, Ilka

  • #4

    das-beschaeftigt (Freitag, 06 Oktober 2017 18:26)

    Hey Ilka,
    toll, dass du meinen Blog entdeckt hast und danke für dein Feedback.
    Wie du es schon sagst, es ist ein Prozess und ich denke jeder legt auf einen anderen Bereich Wert. Bei dem einen ist es vor allem die Ernährung, bei dem anderen Müll reduzieren und bei dem nächsten die Kleidung. Hauptsache man tut was :-)
    Liebe Grüße
    Jenny

  • #5

    Kati (Sonntag, 08 Oktober 2017 21:20)

    Oh, na wenn das ein Green Blogger erfüllen muss, dann erwecke ich auf meinem Blog eher zu unrecht eine grüne Assoziation :D
    Ich finde, man muss sich da nicht unbedingt in Schubladen stecken lassen und den goldenen Mittelweg genau wie du genau richtig :). "Green Blogger" erleichtert natürlich die Zuordnung zu einem gewissen Kreis oder Genre, schränkt aber auch irgendwie ein, weil man beim Bloggen selbst immer denkt "Hm, ist das jetzt grün/nachhaltig genug?" - und das nimmt einem etwas die Freiheit, finde ich. Ein guter Post!

    Liebe Grüße,
    Kati

  • #6

    das-beschaeftigt (Montag, 09 Oktober 2017 18:03)

    Liebe Kati,
    du hast irgendwie Recht! Diesen Monat habe ich noch einen Beitrag über unsere Kreuzfahrt geplant und lange überlegt, ob das denn nun hier reinpasst, denn "grün" ist es definitiv nicht :-D Aber der Beitrag wird kommen und vielleicht ist dieser Post auch schon mal so eine kleine Rechtfertigung für die nicht so grünen Beiträge ;-)
    Aber ich finde es toll, dass viele das gar nicht so eng sehen!
    Liebe Grüße
    Jenny

  • #7

    Phine (Dienstag, 10 Oktober 2017 21:59)

    Liebe Jenny, ich freue mich dass du wieder da bist! :) Ich habe ja selbst erst wieder vor Kurzem mit dem Bloggen angefangen und seitdem mache ich mir auch viele Gedanken, wie es weiter gehen soll mit meiner Seite. Da ich auch über verschiedene Themen schreiben möchte, aber merke, dass das mit den Lesern schwierig ist. Bis zu einem gewissen Grad verstehe ich ja auch, dass man einen Blog lieber abonniert, bei dem man auch weiß, was einen erwartet. Sonst ist dann die Abo-Liste voll mit Beiträgen, die einen nicht interessieren. Auf der anderen Seite habe ich auch viele Interessen, die ich gerne zeigen würde. Echt schwierig!
    Deine Herangehensweise an das Grüne Bloggen finde ich super! Es geht doch sowieso darum, durch kleine Schritte die Welt ein bisschen besser zu machen & andere zu inspirieren etwas umzustellen. Es ist total utopisch zu denken, dass man 100% nachhaltig leben kann. Außerdem ist es manchmal echt schwierig Umstellungen zu machen, gerade wenn man immer wieder gegen irgendwelche gesellschaftlichen Konventionen kämpft. Dann muss man z.B. erklären, wieso man als Veganer trotzdem bei H&M einkauft. Sobald man ein bisschen besser macht, muss man gleich in jedem Lebensbereich perfekt sein. Du siehst, dein Artikel spricht mir sehr aus der Seele. :D
    Ich finde es einfach schön, dass du auf deinem Blog Denkanstöße gibst und zeigst wie man grüner Leben kann, auch wenn nicht alles perfekt ist. :)
    liebe Grüße,
    Phine

  • #8

    das-beschaeftigt (Donnerstag, 12 Oktober 2017 20:24)

    Hallo liebe Phine,
    schön, dass du auch wieder da bist (sowohl auf meinem Blog als auch selbst als Blogger ;-)). Ja mit der Themenwahl ist es zum Teil wirklich schwierig. Aber ich stelle immer wieder fest, dass ich auch gerne mal mit Themen überrascht werde, die ich vielleicht nicht auf dem Beauty-/ Green-/ Naturkosmetikblog oder wo auch immer erwartet hätte. Also warum selbst nicht auch ein bisschen Abwechslung reinbringen ;-) Ich finde es schade, dass man sich oft rechtfertigen "muss", wenn man einen etwas anderen Weg geht. Zumindest kommt es mir als ein MUSS vor :-D
    Liebe Grüße
    Jenny