Exkurs - Minimalismus Teil III

Exkurs - Minimalismus Teil III

 

Hallo ihr Lieben,

 

viel Spaß beim letzten Teil zum Thema Minimalismus. 

 

Neben dem Thema Ernährung geht es hauptsächlich darum, was Minimalismus nicht ist.

 

Außerdem gibt es noch eine tolle Buchempfehlung für den etwas anderen Minimalismus! 

 


Ernährung

Grafik zum Thema Minimalismus bei Lebensmitteln auf www.das-beschaeftigt.de

Die Begriffe Minimalismus und Ernährung gehören auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt zusammen und wer jetzt an Diät denkt, ist auf dem Holzweg.

 

Für mich gehört eine minimalistische Ernährung aber definitiv dazu. Genauer gesagt geht es mir um folgende zwei Punkte:

 

Minimalistisch einkaufen und somit Lebensmittelabfall beschränken

 

Ich arbeite in einer Branche, in der Lebensmittelabfall alltäglich dazu gehört und umso wichtiger ist es mir, dass ich zuhause Abfall vermeide. Das beginnt beim Einkaufen. Hamsterkäufe oder Vorratskäufe gibt es nur noch sehr selten. Ich versuche nur das zu kaufen, was ich für die Woche verwenden will. Denn Großeinkäufe reisen meistens erstmal ein großes Loch in den Geldbeutel. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn wir die Lebensmittel auch essen würden. Die Realität ist, dass viele Lebensmittel in den tiefen des Vorratsregales verschwinden und in Vergessenheit geraten. Eine zu große Auswahl führt außerdem meistens dazu, dass vieles angebrochen, aber nichts geleert wird. Endstation Mülltonne. Verschwendung von Geld, Platz und Ressourcen.

 

Minimalistische Verarbeitung und somit weniger Ressourcen bei der Lebensmittelherstellung

 

Für viele Fertigprodukte werden Lebensmittel getrocknet, mit Zusatzstoffe behandelt und extra verpackt. Besonders Kühl- und Tiefkühlprodukte haben einen sehr hohen Energieverbrauch für Transport und Lagerung im Geschäft und meistens dann nochmal zuhause. Meine selbstgemachte Pizza hat also definitiv eine bessere Ökobilanz und gesünder ist sie sowieso.

Wünsche, Ansprüche und Konsum

Grafik zum Thema Minimalismus und Glück auf www.das-beschaeftigt.de

Beim Entrümpeln lohnt es sich manchmal nicht nur beim Materiellen zu bleiben sondern auch seine Wünsche und Ansprüche los zulassen. Das soll nicht bedeuten, dass ihr nicht mehr nach den Sternen greifen sollt. Aber manchmal greift man immer noch nach den Sternen obwohl der Mond eine viel größere Anziehungskraft hat.

 

Wünsche, Träume, Ziele können einem sehr viel Kraft kosten. Daher macht es Sinn immer mal zu überprüfen, ob man noch das richtige Ziel verfolgt.

 

Hierzu möchte ich euch unbedingt das Buch "Lass los und...gewinne!" von Dr. Karin Lindinger empfehlen. Bei Amazon zwar nur noch gebraucht erhältlich, aber dafür sehr günstig (1-2€ + Versand). Vielleicht könnt ihr es aber auch über eine Bücherei beziehen (ISBN 978-3-7742-6282-9).

 

Im Buch geht es um acht einfache Strategien:

  • Mehr Glück durch weniger Wünsche
  • Mehr Freude durch weniger Ansprüche
  • Mehr Zeit durch weniger Tempo
  • Mehr Kreativität durch weniger Unterhaltung
  • Mehr Gesundheit durch weniger Bequemlichkeit
  • Mehr Freiheit durch weniger Konsum
  • Mehr Sein durch weniger Schein
  • Mehr Sinn durch weniger Ego

Das Buch ist liebevoll gestaltet mit buddhistischen Weisheiten und Zitaten. Jedes Kapitel befasst sich mit einem der oben genannten Themen. Es gibt eine Einleitung, Test, Beispiele und Trainingsaufgaben. Es geht also nicht nur ums Informieren sondern viel mehr ums Tun und Ausprobieren.

Buch Lass los und gewinne GU Dr. Karin Lindinger

Wo sind für mich die Grenzen?

Minimalismus ist für mich kein Wettbewerb oder Zwang am wenigsten besitzen zu müssen oder ständig alles zu entrümpeln und wegzuwerfen. Wichtig ist, dass die Dinge, die bleiben genutzt und geliebt werden oder zumindest in naher Zukunft noch einen Sinn haben!

 

Wegwerfen kann unheimlich befreiend sein und es gibt noch einige Bereiche in denen man öfters mal etwas "kleiner" denken sollte. Da fallen mir besonders Kisten und Schränke ein, die eher im Verborgenen stehen - Keller und Dachboden-. Kram, der garantiert irgendwann zum Ballast wird. Spiele, die keiner mehr spielt, Bücher, die keiner mehr liest, Sammlerstücke, die keiner sehen will.

 

Aber auch wenn euch gerade das Entrümplungsfieber gepackt hat, soll Minimalismus nicht in kopfloses Wegwerfen übergehen. Denkt an die Nachhaltigkeit, verschenkt eure Sachen, spendet, verkauft, repariert und bestenfalls kauft nicht mehr so viel Neues.

 

Ich sehe keinen Sinn darin immer weiter zu minimalisieren, nur um wenig zu besitzen. Vielleicht liegt dann das Problem doch ganz woanders... Denn der seelische Ballast löst sich nicht auf, nur weil alles Materielle geht.

Wie geht es weiter? Ziele?

Grafik zum Thema Minimalismus auf www.das-beschaeftigt.de

Ich werde es mir immer mal wieder ins Gedächtnis rufen müssen:

  • Erst verbrauchen, dann neu kaufen
  • Nur Dinge aufheben, die ich tatsächlich nochmal verwenden werde
  • Erst neu kaufen, wenn wirklich etwas kaputt und unbrauchbar ist
  • Regelmäßig einen Überblick verschaffen, was ich überhaupt besitze
  • Öfters mal Dinge weiter geben als zuhause horten
  • Das kaufen, was dauerhaft glücklich macht
  • Spontan- und Frustkäufe vermeiden

Zum Schluss möchte ich euch noch einen weiteren Blog empfehlen. Auf MINI.ME. kannst du in dein minimalistisches 2016 einsteigen und ich werde mir auf jeden Fall die Aufgaben und Anregungen für jeden Monat zu Herzen nehmen!

#meinminimalismus #nurwasichmag #achtsamkeit #lasslosundgewinne


Teil I und II meiner Minimalismus-Reihe:


Welche Tipps habt ihr zur Vermeidung von Lebensmittelabfall? Könntet ihr euch vorstellen Eure Besitztümer auf ein Minimum zu reduzieren? Wann ist eure Grenze erreicht?

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