Auf der Bio-Spur: Milch

Auf der Bio-Spur: Milch

 

Seit ich ein Video über konventionelle Milchproduktion bzw. über die armen Milchkühe gesehen habe, kaufe ich auch meine Milch lieber bio ein.

 

Heute geht es nur um die Milch, der Vergleich von weiteren Milchprodukten wie Joghurt und Käse kommt zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Aber nun Augen auf beim Milchkauf ;-) es geht los!


Was braucht eine gesunde Kuh?

Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler
Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler

Kühe sind neugierige, aktive Lebewesen, die beim Abgrasen in der Natur mehrere Kilometer am Tag zurück legen. Sie sind sehr sozial und suchen ständig Kontakt zu ihren Artgenossen. Besonders Mutterkuh und Kälbchen haben eine enge Verbindung. Eine gesunde Kuh kann bis zu 20 Jahre alt werden. Sie benötigen viel Platz um sich zu säubern und auszuruhen. 

Die konventionelle Milchkuh

Wir Verbraucher scheuen uns sehr gerne davor der Wahrheit ins Auge zu blicken. Wenn wir es dann tun, sind wir geschockt und gleichzeitig überfordert. Diese Überforderung bringt uns dann wieder dazu nichts zu tun. Verständlich. Aber leider der falsche Weg.

 

Also schauen wir erneut den Tatsachen ins Auge, wie geht es unseren Milchkühen?

 

Haltung

  • 60% der konventionellen Milchbauern haben ihre Kühe das ganze Jahr im Stall
  • Häufig verbreitet ist die Laufstallhaltung mit Liegeboxenlaufställen. Das bedeutet, dass in einem Stall einzelne Liegeflächen und eine Lauffläche vorhanden sind. Pro Kuh stehen oft nur 4,5m² zur Verfügung.
  • Der Laufbereich besteht aus Beton und Spalten für Durchlass von Harn und Kot. Das führt zu Verletzungen und Entzündungen an den Gelenken.
  • Viele Bauern legen die Liegefläche mit etwas Stroh aus. Einige Ställe sind jedoch komplett mit Gummimatten ausgelegt.
  • Es gibt keine Bestandsobergrenze. Die meisten Betriebe halten zwischen 50 und 99 Tiere.
  • Einige Betriebe halten ihre Kühe noch in Anbindehaltung, bei der sich die Kühe nicht einmal umdrehen können

Futter

  • Die Kühe erhalten große Mengen an Kraftfutter, welches die Milchleistung steigert. Das führt sehr häufig zu einer Labmagenverlagerung, die zum Tod des Tieres führen kann.
  • Es darf Antibiotika eingesetzt werden. In dieser Zeit darf die Milch nicht verwendet werden. Nach der Behandlung mit Antibiotika wird die Milch auf Hemmstoffe geprüft bevor sie wieder verwendet werden darf.
  • Gentechnisch veränderte Futtermittel sind erlaubt.

Milchleistung

  • Eine konventionelle Kuh gibt pro Jahr 8.000 - 12.000 Liter Milch
  • Kühe müssen mindestens einmal im Jahr kalben, damit die Milch nicht versagt. In der konventionellen Tierhaltung werden die Kälbchen nur wenige Stunden nach der Geburt von der Mutter getrennt. Die Milch steht nur maximal eine Woche für das Kälbchen zur Verfügung, dann wird es mit angerührtem Milchpulver ernährt.
  • Die Befruchtung der Tiere findet in der Regel künstlich statt.
  • Euterentzündungen gelten bei Milchkühen als "Berufskrankheit".
  • Gemolken werden die Kühe in der Regel vollautomatisch am sogenannten Melkstand.

Hörner

  • Bei 80% aller Betriebe werden den Kühen die Hörner entfernt. Das hat den Vorteil, dass die Verletzungsgefahr für Halter und für die Tiere selbst geringer ist.
  • Zum Teil werden die Hörner unter Narkose entfernt, weil die Prozedur sehr schmerzhaft für die Tiere ist. Das ist jedoch keine Pflicht!
  • Die Hörner dienen den Kühen normalerweise für die Rangordnung, aber auch für den Gleichgewichtssinn und für eine gute Verdauung.

Kurzgefasst: Die Tiere können ihren natürlichen Bedürfnissen nicht nachkommen. Daraus entstehen zahlreiche körperliche Erkrankungen, aber auch Störungen im Sozialverhalten. Das führt dazu, dass die meisten Milchkühe im Alter von 4,5 Jahren geschlachtet werden.

Die Mindeststandards für die Bio-Kuh

Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan
Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Generell gibt es bei Bioprodukten neben dem standardisierten Bio-Siegel (siehe auch hier) viele weitere Siegel. Daher sehen wir uns erstmal die Mindeststandards an:

 

Haltung

  • Der Stall muss reichlich natürlich belüftet sein und ausreichend Tageslichteinfall gewährleisten.
  • Ein ausreichendes Platzangebot für die Tiere muss gegeben sein:
    • Natürliches Stehen
    • Bequemes Abliegen
    • Umdrehen
    • Putzen
  • Bio-Milchkühen steht eine Stallfläche von 6m² und eine Außenfläche von 4,5m² pro Tier zur Verfügung und/ oder Weidegang.
  • Mindestens die Hälfte der Stallfläche muss ohne Spaltenböden und Gitterroste ausgestattet sein.
  • Die Liegefläche muss mit Stroh ausgelegt werden.
  • Kälber dürfen nicht in Einzelboxen gehalten werden.
  • Bestandsobergrenze sind 2 Milchkühe pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche.
  • Die Anbindehaltung ist zum Teil immer noch erlaubt.

Futter

  • 60% des Futters muss ökologisch erzeugt worden sein.
  • Kälber werden mindestens 3 Monate mit Muttermilch gefüttert.
  • 60% der Tagesration muss aus frischem, getrocknetem oder siliertem Raufutter bestehen.
  • Futtermittelzusatzstoffe sind zum Teil erlaubt.

Milchleistung

  • Eine Bio-Milchkuh gibt zwischen 6.000-9.000 Liter Milch im Jahr.
  • Es dürfen keine wachstums- oder leistungsfördernde Stoffe, wie Antibiotika oder Hormone verabreicht werden.
  • Chemisch-synthetische Tierarzneimittel (auch Antibiotika) sind als Präventivmaßnahme verboten. Sollte der Einsatz wegen einer ernsthaften Erkrankung nötig sein, muss die Wartezeit bis zum Wiederverkauf der Milch doppelt so lange sein, wie für die konventionelle Milch vorgeschrieben ist.

Hörner

  • Auch Bio-Milchkühen dürfen die Hörner entfernt werden.
  • Generell gilt, dass jegliches Leid auf ein Minimum zu begrenzen ist, was durch Einsatz von Schmerz- und Betäubungsmitteln erreicht wird.
  • Wichtig ist, dass der Eingriff von qualifiziertem Personal vorgenommen wird.

Natürlich gibt es immer wieder Bio-Höfe wo diese Bedingungen nicht eingehalten werden oder wo alle möglichen Ausnahmereglungen gelten und die Kühe doch wieder angebunden oder isoliert stehen.

 

Es ist zum Beispiel auch nicht geregelt, wie oft die Kühe auf die Weide müssen, viele haben lediglich einen Laufstall. Leider hat kaum jemand die Möglichkeit einen Blick in den Bio-Hof seines Milchlieferanten zu werfen. Und natürlich gibt es auch Bauern mit konventionellen Milchbetrieb, die ihre Tiere auf der Weide halten, die aber vielleicht kein Bio-Futter verwenden oder es einfach nicht nötig haben, ihren Hof zu zertifizieren. 

Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler
Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler

Weitere Siegel

Noch mehr Tierwohl und Garantie auf eine "echte" Bio-Milch geben bestimmte Verbände, wie Bioland, Demeter und co. 

Da ich das Rad nicht neu erfinden möchte, könnt ihr euch hier eine sehr schöne und ausführliche Tabelle über die einzelnen Verbände und deren Bestimmungen ansehen. 

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass demter die höchsten Standards fordert. Demeter vertreibt somit auch keine haltbare Milch, da die Homogenisierung untersagt ist.

Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler
Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Dominic Menzler

Bio-Milch im Vergleich

Klar muss Bio-Milch irgendwo teurer sein, da die Anforderung höher sind, weniger Kühe gehalten werden können und die Kuh eine geringere Milchleistung erzielt.

 

Generell hat man die Auswahl zwischen Frisch-Milch, die häufig auch in Glasflaschen angeboten wird und H-Milch, die es leider nur im Tetrapack gibt. Natürlich gibt es die Milch in verschiedenen Fettgehaltsstufen und auch lactosefreie Milch wird schon als Bioprodukt verkauft.

Nur wo ist die Bio-Milch nun günstig und ist sie dann auch wirklich gut?

 

Natürlich zählen für ein Bio-Produkt nicht nur die Haltung der Tiere und die ökologische Bewirtschaftung der Ackerflächen sondern auch die Transportwege und Verpackung. Generell hat Milch eine eher schlechte Ökobilanz, egal ob bio oder konventionell.

Wie schon erwähnt gibt es aber zum Beispiel Bio H-Milch nur im Tetra-Pack, wobei ich Glasflaschen ökologischer fände. Außerdem ist oft nicht nachvollziehbar, welchen Transportweg meine Milch jetzt wirklich zurücklegt.

Wer eher zu Frischmilch tendiert, sollte sich auf jeden Fall mal in der Region umhören, ob Milch ab Hof verkauft wird. Hier spart man auf jeden Fall Transport und Verpackungsmaterial. Voraussetzung natürlich, die Tiere werden artgerecht gehalten.

 

In unserer Region gibt es zum Beispiel den Hof Sonnenberg, der eine Milchhütte zum Verkauf von Frischmilch hat. Hier kann man sich die Milch zu jeder Zeit mit eigenem Behälter frisch abfüllen. Außerdem werden die Tiere artgerecht gehalten.

 

Mir persönlich ist der Fettgehalt von Frischmilch für den täglichen Gebrauch allerdings zu hoch, außerdem muss Milch für mich lagerbar sein.

 

Daher habe ich ganz bewusst H-Milch mit 1,5% Fett verglichen.

 

Eine konventionelle H-Milch z.B. von Aldi Süd oder Rewe (ja!) kostet 0,55€.

 

Für eine Bio-Milch kann man schon mal das Doppelte hinlegen!

Diagramm zum Vergleich von Milchpreisen (bio und konventionell)

Welche Milch ist nun den Preis wert?

 

Rewe Bio Fettarme H-Milch (1,05€)

Hier ist der Preis für mich nicht gerechtfertigt. Es werden lediglich die Mindeststandards erfüllt. Die Kontrolle der Höfe erfolgt alle 3 Jahre. Die Anbindehaltung ist in kleinen Betrieben vorübergehend erlaubt, bei Kälbern allerdings verboten.

 

Hergestellt wird die Milch von AF Deutschland GmbH. Diese hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Ihre Biobauern befinden sich in Norddeutschland und Dänemark. Gut finde ich, dass einige Bio-Bauern und Höfe auf der Internetseite vorgestellt werden.

 

Ganz nachvollziehen in welcher Molkerei meine Milch jetzt gelandet ist und wie sie in den Rewe-Markt gekommen ist, kann ich allerdings nicht.

 

Alnatura Alpenmilch haltbar (0,95€)

Die Frischmilch von Alnatura erfüllt sehr hohe Ansprüche, dagegen erfüllt diese haltbare Milch nur die Mindeststandards. Der Preis ist allerdings günstig. Außerdem wirbt Alnatura zusätzlich für faire Milchpreise. Hier kann ich jedoch überhaupt nicht nachvollziehen wo meine Milch herkommt.

 

dm Bio haltbare Alpenmilch (0,95€)

Dm wirbt mit der Aufschrift "faire Preise für die Landwirte". Nur wer sind diese Landwirte und wo befinden sich die Biohöfe? Hierüber gibt dm so eigentlich gar keine Information. Sehr schade. Die Mindestanforderungen werden erfüllt und die Milch ist auch sehr günstig.

 

Berchtesgadener Land Bio Alpenmilch (Paradieschen 1,39€; denn's 1,15€)

"Paradieschen" ist unser örtlicher Bioladen und man kann hier sehr schön erkennen, dass Bio-Ketten wie denn's Biomarkt, wesentlich günstigere Preise anbieten können. Ein Vergleich lohnt sich also.

Die Milch ist gleich und dazu noch sehr gut, wie ich finde.

Sie ist mit dem Naturland Fair Siegel ausgezeichnet. Der Nachteil für mich, Berchtesgarden ist doch ein relativ weiter Transportweg. Der Vorteil, die Website Berchtesgardener Land ist sehr transparent, man kann sich über die Biobauern informieren, über die Molkerei, usw. Auch demeter bezieht die Frischmilch von dort.

 

Das zusätzliche "Fair" am Naturlandsiegel beinhaltet folgende Punkte:

  • Fair zum Erzeuger
    • erhalten den national höchsten Milchpreis der letzten 5 Jahre
  • Fair zum Mitarbeiter
    • Dem Mitarbeiter stehen Bio Produkte zur Verfügung
  • Fair zum Handel
    • langfristige Handelsbeziehungen
  • Fair zum Verbraucher
    • Kommunikation und Transparenz
  • Fair zur Umwelt 
    • nachhalitge Bewirtschaftung der Alpenregion

dennree H-Milch fettarm (denn's 0,95€)

Und zu guter letzt, mein Favorit. Die Milch trägt ebenfalls das Naturland Siegel und die Milch kommt auch vom Hersteller Berchtesgardener Land. Und das zu einem Top-Preis. Nur auf einen fairen Milchpreis wird hier nicht ausdrücklich hingewiesen.

Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan
Quelle: www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Ist Bio-Milch für die Gesundheit besser?

Milch ist ja mittlerweile sowieso ein umstrittenes Thema, aber dazu wann anders mehr. Generell unterscheidet sich die Bio-Milch nicht wesentlich von einer konventionellen Milch. Lediglich die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind durch die Fütterung bei der Bio-Milch etwas höher. Hormone oder Antibiotikarückstände wurden auch in der konventionellen Milch schon seit Jahren nicht mehr gefunden. Es geht also mehr um das Wohl der Tiere!

FAZIT

Die 0,40€ mehr pro Liter investiere ich gerne. Im Monat komme ich dann ungefähr auf 2€ mehr beim Milcheinkauf. Auch wenn ich mir bewusst bin, dass die Realität vielleicht nochmal ganz anders aussieht wie in Ökoverordnung und Internet angepriesen, ist es doch ein Schritt in die richtige Richtung.

 

Quellen

Blogparade: einfach.nachhaltig.besser.leben

 #biomilch #milchpreise #biohaltung


Meine zwei letzten Artikel zum Thema:


Was ist euch wichtiger, bio oder regional? Oder habt ihr die Möglichkeit beides zu bekommen? Trinkt ihr überhaupt Milch?

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Kommentare: 11
  • #1

    Tagpflückerin (Samstag, 12 März 2016 20:27)

    Was für ein ausführlicher Bericht! Danke! Da dich wirklich interessante Dinge beschäftigen, klicke ich mich nun weiter durch deinen Blog. glg

  • #2

    Maria (Sonntag, 13 März 2016)

    Hallo Jenny!

    Ein ganz wichtiges Thema, danke dass Du Dich da so intensiv eingearbeitet hast! Es ist ja wirklich unglaublich komplex und schwierig zu beurteilen.

    Vielen herzlichen Dank auch fürs Verlinken zu EiNaB!

    lg
    Maria

    PS: Bist Du auch auf FB? Wir haben seit kurzem eine FB-Gruppe, in der Du diesen Beitrag auch sehr gerne teilen könntest, damit er noch mehr Leser erreicht.

  • #3

    Jenny Zeitvertreib (Sonntag, 13 März 2016 09:14)

    Liebe Tagpflückerin :-)
    Freut mich, dass dir meine Themen gefallen, viel Spaß beim stöbern!
    Liebe Grüße

  • #4

    Jenny Zeitvertreib (Sonntag, 13 März 2016 09:17)

    Liebe Maria,
    sehr gern geschehen. Es freut mich, dass du vorbei schaust!
    FB habe ich hinter mir gelassen um meinen Medienkonsum etwas einzuschränken (siehe meinen Minimalismus-Artikel ;-))!
    Liebe Grüße

  • #5

    Julia (Sonntag, 13 März 2016 17:28)

    Uiiii. Da hast du dir aber Mühe gegeben bei dem Beitrag. Sehr schön und informativ. Ich kaufe meine Kuhmilch auch nur Bio und in Glasflaschen. Die kostet bei uns 1,29 und ist von demeter. Ich trinke aber inzwischen fast gar keine normale Kuhmilch mehr. Beim Thema Plastik ist man ja ein wenig aufgeschmissen wenn man auf Plfanzenmilch umsteigen möchte. Deshalb wird dann immer etwas aus den leeren Tüten gebastelt :)

  • #6

    Jenny Zeitvertreib (Montag, 14 März 2016 08:22)

    Hallo Julia,
    freut mich, dass man die Mühe dahinter erkennt, danke :-)
    Was bastelst du denn schönes aus deinem Müll?
    Liebe Grüße
    Jenny

  • #7

    Sabrina (Montag, 21 März 2016 14:32)

    Hallo Jenny,

    ich hab mal einen Beitrag auf meiner facebook-Seite verlinkt, wo auch darauf hingewiesen wird, dass Bio-Milch die bessere Alternative ist. Leider hat das einigen meiner veganen Follower so gar nicht gefallen...
    Ich finde es dennoch wichtig, dass Alternativen zu konventionellen Produkten aufgezeigt werden, was du in deinem Beitrag wunderbar gemacht hast! Hut ab!

    Aktuell teste ich gerade Milchersatz-Drinks - Soja-Reis, Hafer und Dinkel, aber so richtig konnten sie mich nicht überzeugen.

    Liebe Grüße
    Sabrina

  • #8

    Jenny Zeitvertreib (Dienstag, 22 März 2016 08:48)

    Liebe Sabrina,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Schade, dass du keine guten Erfahrungen mit der Empfehlung von Bio-Milch gemacht hast. Ich finde es auch wichtig darüber zu informieren. Natürlich ist auch hier Tierquälerei nicht zu 100% ausgeschlossen. Aber ich denke, man kann die Mehrheit eher dazu bewegen tierfreundlich zu handeln als komplett auf tierische Produkte zu verzichten.
    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich an die Milchersatzdrinks auch nicht so ran komme...
    Liebe Grüße
    Jenny

  • #9

    Marlene (Freitag, 08 April 2016 13:45)

    Hallo Jenny,
    ein wirklich toller Beitrag und du hast dafür bestimmt wirklich lange recherchiert. Es ist wichtig, dass man begründen kann, warum man für Bio mehr Geld ausgeben will - denn oft genug soll man sich ja im Bekanntenkreis dafür rechtfertigen. Für's Tierwohl gebe ich das Mehrgeld gerne aus, es hängen ja auch die ganzen anderen Arbeitsweisen (Antiobioticaverbrauch, Genfutter, faire Löhne, ...) mit dran, also es gibt eine soziale Komponente, die mir auch wichtig ist. Auch wenn es bei einem 4-Personen-Haushalt doch eine höhere Summe im Monat wird.
    Viele Grüße,
    Marlene

  • #10

    Jenny Zeitvertreib (Sonntag, 10 April 2016 17:27)

    Hallo Marlene,
    ja das mit dem Rechtfertigen ist so eine Sache und ich gebe zu, dass auch ich vor meiner ganzen Bio-Zeit automatisch Vorurteile hatte. Nach dem Motto, oh die kaufen Bio ein, die müssen aber Kohle haben... Aber der eigentliche Gedanke dahinter ist ja: Für was bin ich bereit mein Geld auszugeben?! Und sich für Tierwohl und faire Löhne etc. einzusetzen ist wohl besser als jede Woche eine neue Tasche zu kaufen ;-) Super, dass das bei dir sogar in einem größeren Haushalt eine so wichtige Rolle spielt!
    Liebe Grüße
    Jenny

  • #11

    Birgitt Bach (Donnerstag, 08 Dezember 2016 09:53)

    Vielen Dank für den Bericht. Aktuell (Nov. 2016) gibt es einen Check von change.org, hier die Auswertung:
    http://www.kuhplusdu.de/auswertung-der-unternehmensbefragung
    allerdings nicht zu H-Milch.. Die Bio-H-Milch von Rewe/Arla-Food enthält weder Angaben zur Weide-/Anbilde-Haltung noch zur wiederkäuergerechten Ernährung während der Haltung im Stall,. In der Frischmilch-Auswertung macht Arla Food´ Vorgaben zur wiederkäuenden Ernährung nur bei der Milch, die sie unter dem Label -Arla-Bio- verkauft und die wohl aus Dänemark stammt. Rewe verkauft in meiner Potsdamer Region noch unter REWE BesteWahl eine Weidemilch 1,5% Fett Frischmilch, ebenfalls von Arla Food hergestellt mit der Angabe "120 Tage Weidegang", zu Futtervorgaben während der 240Tage/Stallzeit/Jahr macht Rewe keine Angaben, ich habe nachgefragt und warte auf Antwort. EDEKA führt Milch von der Gläsernen Molkerei - findet man auch in der o.g. Auswertung, die kaufe ich nun, auch wenn sie nicht fettarm ist. Ich habe deshalb meinen Milchkonsum reduziert und kaufe diese Milch, das ist in meiner Region das beste, was ich gegenwärtig als Verbraucherin tun kann.